Ankum.info am 21.12.2014

Ankumer Oktoberfestclub hilft mit 7.500 Euro Spende auch über Grenzen hinweg

1.400 Gäste und viele Spender machen die Hilfe möglich

Ankum.  Am Sonntagmorgen im Hotel Raming wurden viele Zahlen genannt, die Zahl 16 fiel irgendwann nebenbei; sie hätte vielleicht mehr Beachtung verdient, denn  kaum jemand weiß, dass es nur 16 Leute sind, die nun schon im achten Jahr und mit beachtlichem Erfolg das weiß-blaue Schwungrad drehen und mit dem Ankumer Oktoberfest alljährlich eine bemerkenswerte Hilfe auf die Beine stellen. Eine Hilfe, die stets in Ankum wirkt, doch auch weit über die Dorfgrenzen reicht.

Dem Vorsitzenden des Ankumer Oktoberfestclub e.V. Theo Dückinghaus schien der Erfolg der Festidee mit dem Feiern für den guten Zweck selbst noch immer ein wenig unheimlich zu sein, als er sich nochmals an die eher bescheidenen Anfänge vor acht Jahren im Landhotel Schmidt erinnerte und dann den Rückblick auf das jüngst vergangene Fest hielt.  Mit 1.400 Gäste wurde ein neuer Rekord aufgestellt und auch die Besucherzahlen des Frühschoppens legten deutlich zu. Leider gelang es diesjährig nicht, das Zelt wie im vergangenen Jahr für mehrere Veranstaltungen zu nutzen, sonst hätte man vielleicht auch wieder eine Rekordspende erreicht.  Solchen Rekord braucht es jedoch keineswegs in jedem Jahr, auf die erreichten 7.500 Euro dürfen die Gäste des Festes, die zahlreichen Spender und der AOC gewiss mit sehr großem Stolz blicken.

  • Zum Foto ins neugestaltete Areal am „Artländer Dom“ - Fünffache Freude über den Spendenerfolg des Ankumer Oktoberfestes 2014

Bei der Auswahl der Spendenempfänger greift der Oktoberfestclub gern auf Anfragen zurück. In diesem Jahr kam er so zur Auswahl von 5 Begünstigten, die allesamt Vertreter zum gemütlichen Miteinander im Hotel entsandt hatten.   Jeweils 250 Euro erhalten die Kirchengemeinde St. Nikolaus für die Neugestaltung der Kirchenburg sowie der Ankumer Verein Frühförderung Regenbogen e.V. für den Ersatz eines endgültig defekten Druckers.  Diakon Olaf van der Zwaan und Annette Kemme bedankten sich mit herzlichen Worten.

Hilfen in der Höhe von je 2.333,,33 Euro werden an die medizinische Hilfsorganisation Humedica, an das Ankumer Marienhospital sowie an das Ankumer Zeltlagerteam vergeben.  „2.333,33 Euro, das ist ein großes Geschenk“ sagte die Ankumer Ärztin Dr. Mechthild Wortmann, die seit Jahren für die Humedica-Hilfe tätig ist und aus Afrika berichten konnte.  Aus einer Region, in der es den Menschen an den einfachsten Selbstverständlichkeiten des täglichen Lebens fehlt und schon ein eigenes Handtuch einen kleinen Reichtum darstellt.

Stellvertretend für den verhinderten Chefarzt Frank Dünheuft nahm der Oberarzt Dr. Ulrich Martin die Hilfe für das erst vor kurzer Zeit geschaffene Palliativzimmer im Marienhospital Ankum-Bersenbrück entgegen.  Die Spende helfe, die auch sehr personalintensive Betreuung für schwerst erkrankte und sterbende Patienten sowie deren Angehörigen als Angebot im MHA dauerhaft zu etablieren.

Felix Kruse bedankte sich als Vertreter des Zeltlagerteams und freute sich, dass nun Materialien ausgetauscht werden könnten, mit denen er als Kind bereits im Ankumer Zeltlager spielte. Die Spende helfe, das Zeltlager als kostengünstige Sommerfreizeit für die Kinder in der Gemeinde zu erhalten.

Als letzte Zahl, zum Schluss und für die Statistiker sei noch angemerkt, dass das Ankumer Oktoberfest in den vergangenen Jahren eine Spendengesamtsumme von nunmehr 33.822,22 Euro erreichte. Glückwunsch und vielen, vielen Dank!