Groß, größer, Ankumer Oktoberfest

Bürgermeister im Boxring

Ankum. Das Ankumer Oktoberfest bricht alle Rekorde. 1500 Gästen nahmen an der Bayern-Gaudi am Samstagabend im Festzelt auf dem Neuen Marktplatz teil. Zum Fassanstich sollte sich Bürgermeister Detert Brummer-Bange regelrecht durchboxen. Doch sein Gegner kniff.

Um ein Haar hätte er sich zum Fass durchboxen müssen. Dann übernahm Bürgermeister Detert Brummer-Bange (links) das „Oazapf´n“. Theo Dückinghaus assistierte. Foto: Siegfried Wistuba
Um ein Haar hätte er sich zum Fass durchboxen müssen. Dann übernahm Bürgermeister Detert Brummer-Bange (links) das „Oazapf´n“. Ingo Beran assistierte. Foto: Siegfried Wistuba

Der Ankumer Oktoberfestclub (AOC) als Initiator und Veranstalter hatte zum neunten Mal eingeladen und mit einem noch größeren Zelt auf dem Marktplatz richtig disponiert. Die 1500 Eintrittskarten waren im Vorverkauf schon viele Tage vor der Veranstaltung ausverkauft. Nach nur wenigen Jahren hat die Veranstaltung einen Kultstatus erreicht. Nicht nur die Ankumer, sondern auch viele Gäste von außerhalb sogar mit weiteren Anreisen, wollten unbedingt dabei sein.

Auch auf dem Zeltboden war die Stimmung unschlagbar beim Ankumer Oktoberfest 2015. Foto: Siegfried Wistuba
Auch auf dem Zeltboden war die Stimmung unschlagbar beim Ankumer Oktoberfest 2015. Foto: Siegfried Wistuba

Die Gaudi hatte noch gar nicht begonnen, als die Tische und Bänke im weiten Viereck des in blau und weiß dekoriertem Zelt schon besetzt waren und die Bedienungen sich bemühten, bayrisches Bier in den berühmten Glaskrügen zu servieren. Auch die Speisekarte bot natürlich Oktoberfestiges wie Haxen, Weißwurst oder Leberkäs´ in der Semmel.

Bayrischer Kraftakt. Das Bier floss in Strömen. Foto: Siegfried Wistuba
Bayrischer Kraftakt. Das Bier floss in Strömen. Foto: Siegfried Wistuba

Brummer-Bange in den Ring
Alle warteten auf die offizielle Eröffnung und auf die Musik der Band „Hüttenstürmer“. Für den Fassanstich hatten sich Theo Dückinghaus und sein AOC-Teammal wieder etwas Deftiges einfallen lassen. Ein Boxring war auf der Tanzfläche aufgebaut. Durch den Mittelgang näherten sich in der Montur von Boxchampions zwei Schwergewichte der Ankumer Politik, von Trainern, Betreuern und Gefolge eskortiert. Unter ihren Kapuzen waren Bürgermeister Detert Brumme-Bange im schwarzen Mantel und sein Vertreter Klaus Menke im weißen Mantel kaum zu erkennen.  Zum Kampf kam es aber nicht. Der Betreuer von Klaus Menke warf das Handtuch, und der traditionelle Weg des Bürgermeisters zum Fassanstich war frei.

Ankum lies es krachen. Foto: Siegfried Wistuba
Ankum lies es krachen. Foto: Siegfried Wistuba

Bayern-Folk und Partyhits
Auch wenn der Vorjahresrekord beim Anstich mit einem Hammerschlag nicht erreicht werden konnte, war die Freude groß, dass es endlich losgehen konnte. Dafür sorgten die „Hüttenstürmer XXL“ in achtköpfiger Besetzung“, die mit einer Mischung aus musikalisch bayrischer Folklore und Partyhits die Stimmung im Zelt in Sekunden von Null auf Hundert brachten. Diese Initialzündung legte die Grundlage für ein rauschendes Ankumer Oktoberfest, das die Erwartungshaltung des Publikums genau traf und sich als Ausdruck echter Lebensfreude bis weit nach Mitternacht entwickelte.

Norddeutsche Frohnaturen tanzen auch gern mal auf Tischen und Bänken. Foto: Siegfried Wistuba
Norddeutsche Frohnaturen tanzen auch gern mal auf Tischen und Bänken. Foto: Siegfried Wistuba

Das diese Freude aber auch weitergegeben werden soll, ist Prinzip des Veranstalterteams. Dazu erläuterte zweite Vorsitzende des AOC, Christoph Athmer, die Pläne für dieses Jahr: „In Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde werden wir sechs Flüchtlingsfamilien unterstützen. Außerdem haben wir vor mitzuhelfen, dass die immer noch durch einen Reitunfall leidende Elise van Ramsdonk aus Ankum einen speziellen Rollstuhl bekommt, mit dessen Hilfe sie auch aufstehen kann“. „Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns aber auch bei allen Sponsoren bedanken, die wesentlich mit dazu beitragen, dass wir eine inzwischen weit über Ankum hinaus bekannte und geschätzte Veranstaltung durchführen können“, ergänzte Theo Dückinghaus.

Getreu dem Motto: „Nach dem Fest ist vor dem Fest“ macht sich der AOC bereits Gedanken für 2016, denn dann wird das Ankumer Oktoberfest 10 Jahre alt. Wie zu hören war, wird es natürlich ein besonderes Highlight geben. Mehr dazu war aber noch nicht in Erfahrung zu bringen.

Das Ankumer Oktoberfest 2015 ist aber auch am Sonntag noch nicht zu Ende. Heute Vormittag begann der Frühschoppen.
Ein Artikel von Siegfried Wistuba