Bericht: Ankum.Info am 19.12.2016

(10 x Ankumer Oktoberfest)+(10 x Gaudi) = 50.172,22 Euro echte Hilfe!

Es war knapp und fast hätte ein anonymer Spender mit in die Bresche springen müssen, aber der Ankumer Oktoberfestclub (AOC) hat es aus eigener Kraft geschafft. Mit dem 10. Ankumer Oktoberfest ist es dem Club in diesem Jahr gelungen, die 50.000 Euro Spendengrenze zu knacken. Machbar war dieser beeindruckten Rechnungsabschluss des ersten Ankumer Oktoberfestjahrzehnts nur durch die in allen Jahren verlässliche Unterstützung vieler Sponsoren aus Ankum und aus den umliegenden Ortschaften. Denn die Eintrittsgelder allein hätten diesen aufsummierten Spendenerfolg nicht möglich gemacht und im Jubiläumsjahr 2016 schunkelten sich zudem noch die Kosten etwas höher als gemeinhin in den Jahren zuvor. Hilfreich hinzu kam in diesem Jahr dann jedoch noch eine unerwartete Unterstützung durch die Feuerwehrkameraden aus Gehrden. Sie hatten daheim und hinein in eine Spendenflasche gesammelt und die Sammlung bei Frühschoppen noch fortgesetzt. So kamen beachtliche 786,76 Euro für den guten Zweck zusammen.

Jetzt kann die nächste Zielmarke ins Auge gefasst werden. “Wir arbeiten ab sofort am Erreichen der 100.000 € - Grenze”, notierte Theo Dückinghaus somit schmunzelnd am Sonntag im Ankumer See- und Sporthotel. Gleich danach lag es ihm sehr am Herzen, den vielen Unterstützern im Umfeld des Festgeschehens zu danken. So dem Steuerberater Frank Neuenfeld bespielsweise, der sein Know-how ehrenamtlich einbringt und nicht minder Uli Steffen, der dem Fest in diesem Jahr zu einem sehr reizvollen Programmpunkt verhalf. All diesen Worten voran war es dem Clubvorsitzenden aber ein inniges Anliegen, den Mitgliedern einen herzlichen Dank auszusprechen. Seit 10 Jahren engagieren sie sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich für das Fest, sie trieben das Ankumer Oktoberfest über die Jahre hinweg zu immer wieder neuen Erfolgsquoten und sie sind in ihren Gedanken heute bereits auf der Oktoberfestbühne 2017.

Zu den Traditionen des Ankumer Oktoberfestes zählt eine Spendenübergabe im gemütlichen Beisammensein.
Zu den Traditionen des Ankumer Oktoberfestes zählt eine Spendenübergabe im gemütlichen Beisammensein.

Bis zum 28. Oktober 2017 ist gleichwohl noch ein wenig Zeit und am Sonntag stand zunächst die Weitergabe der diesjährigen Spenden auf dem Programm. Hierbei sei die Auswahl vergleichsweise leicht gefallen, in irgendeiner Weise hatte man den Oktoberfestclub auf alle vier Empfänger aufmerksam gemacht. “Wir bleiben auch weiterhin für jeden Hinweis sehr dankbar”, versicherte Theo Dückinghaus sogleich. Denn für den Club sei es mitunter nicht leicht, die Notwendigkeit einer Unterstützung allenorts auszumachen. Dabei gehe man gerne mit dem Angebot der Hilfe auch über die Dorfgrenzen hinaus, so wie einige Sponsoren Jahr für Jahr von außen etwas ins Oktoberfestdorf Ankum hinein geben.

Der Blick über die Dorfgrenze fiel in diesem Jahr auf den Fahrradexpress der Tagesbildungsstätte Paul-Moor-Schule (Heilpädagogische Hilfe) in Bersenbrück. In der Werkstatt, die seit Jahren unmittelbar am Bahnhof untergebracht ist, werden Fahrräder, Kettcars und dergleichen Tretmobile kostengünstig repariert oder aufpoliert. Dabei entsteht ein regelmäßiger Verschleiss an Material und Gerätschaften, wie Peter Korf und Torsten Nieland zu berichten wissen. Mit der Spende ließe sich manch ein aktueller Bedarf decken, vielleicht könne man jetzt auch den altersschwachsen Kompressor in den Ruhestand schicken.

Unterwegs in Sachen Mobilität ist auch die Ankumer Kindertagesstätte “Am Kattenboll”. Man wolle einen recht kostspieligen Bus anschaffen, erläuterte die Leiterin Karin Kleine König. Gemeint ist ein solcher, in dem 6 bis 8 Kindergarten- oder Krippenkinder Platz nehmen und sich ziehen oder schieben lassen können. Gerade die Beine der Jüngsten könnten bei einem Ausflug ohne einen derartigen Wagen nicht mithalten. Die 2.000 Euro seien im Hinblick auf die Anschaffung eine “wahnsinnig große Hilfe”.

Kindern zugewandt ist auch die Spende für das “Kinderhaus Kunterbunt”, deren Verwendung die Leiterin Gertrud Woltemade beschrieb. Die Elterinitiative, die ohne öffentliche Gelder auskommen muss, ist Mieter eines selbst augenscheinlich sehr in die Jahrzehnte gekommenen Hauses und auch sonst herrscht Mangel in vielen Winkeln und Ecken. Das erhaltene Geld soll nun eingesetzt werden, um den Spielplatz im Garten zu verschönen und die dortigen Spielgeräte teilweise zu erneuern.

600 Euro spendete der AOC im ersten Jahr. Im zehnten Jahr summieren sich die Spendengelder auf stolze 50.172,22 €. Eine detaillierte Auflistung aller Spenden bietet die Internetseite des Ankumer Oktoberfestes.
600 Euro spendete der AOC im ersten Jahr. Im zehnten Jahr summieren sich die Spendengelder auf stolze 50.172,22 €. Eine detaillierte Auflistung aller Spenden bietet die Internetseite des Ankumer Oktoberfestes.

Mit der Spende an das DRK Alten- und Pflegeheim “Haus Heny Dunant” verknüpft sich derweil ein Stück Ankumer Oktoberfestgeschichte. Des Hauses Förderverein (der, wie man nebenher hörte, gern noch weitere Mitglieder aufnimmt) erhielt damals die erste Festspende des AOC, welcher sich daeinst noch Hartlager Fanclub nannte. Im aktuellen Jahr freuen sich Elfriede Haarannen und Nicole Köhne über die mit der Spende geschaffenen Möglichkeit, einen zweiten Pflegerollstuhl “Doris” anzuschaffen. Dieses Rollstuhlmodell ermöglicht es gehunfähigen Menschen, die wegen körperlicher Einschränkungen in einem Standard-Rollstuhl nicht sitzen können, am Alltagsleben der Gemeinschaft teilzunehmen.

Hiermit sind die Spenden nun also wieder gut verteilt an passende Empfänger gelangt. Eine Liste aller vergebenen Spendengelder bietet die Homepage des Ankumer Oktoberfestclubs (www.Oktoberfest.Ankum.Info),auf der sich auch ein Formular zur Mitteilung einer Spendenempfehlung finden lässt.