Ankumer Oktoberfest Club erreicht einen neuen Gipfel der Hilfe

Oktoberfestgäste und zahlreiche Unterstützer vor Ort machen eine Spende von 9000 Euro möglich!

Ankum. Der Gabentisch des Ankumer Oktoberfestclubs am Sonntagmittag im Golfrestaurant in Westerholte war wieder reich gefüllt. Reicher als je zuvor in den 7 Jahren, in denen der Hartlager Fanclub (HFC) die fast schon unheimliche Erfolgsgeschichte des so einzigartigen Festes gestaltete. Dreimal 3000 € – in Worten: Neuntausend Euro !!! -  konnte der Club heute an drei Empfänger verteilen, die damit gestärkt in die Zukunft schauen können.

9000 Euro Oktoberfesthilfe: Der Gabentisch im Golfrestaurant war reich gefüllt. Nicht nur der Club, sondern auch viele Gäste und Freunde helfen mit großem Engagement.

9000 Euro Oktoberfesthilfe: Der Gabentisch im Golfrestaurant war reich gefüllt. Nicht nur der Club, sondern auch viele Gäste und Freunde helfen mit großem Engagement.

Als im Jahr 2007 das erste Ankumer Oktoberfest im Saal des Gasthauses Düker über die Bühne ging, blieb beim Feiern für einen guten Zweck ein krummer Betrag mit etwas über 500 Euro übrig. Aus eigener Tasche legten die Mitglieder des Fanclubs des Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle damals noch etwas drauf, um mit 600 Euro einen runden Betrag an den kurz zuvor gegründeten Förderverein des DRK Altenheims in Ankum abzugeben, erzählte Theo Dückinghaus als Sprecher des Ankumer Oktoberfest-Club e.V., welchen der Hartlager-Fanclub erst in diesem Jahr  gründete.

Entwicklung der Oktoberfest-Spenden seit 2007 - 26.322,22 Euro für gute Zwecke 
Entwicklung der Oktoberfest-Spenden seit 2007 - 26.322,22 Euro für gute Zwecke15 15 px space

In den Jahren danach wuchs in Ankum die Begeisterung an der Festidee und beim vierten Oktoberfest (2010) im Saal Düker konnten schon längst nicht mehr alle Kartenanfragen erfüllt werden.  Das machte Mut und der HFC zog im 5. Oktoberfestjahr ins 1000 Quadratmeter-Zelt um. Rund tausend Gäste feierten mit. Längst nicht mehr nur aus der Region kommend, treffen sich seither Oktoberfestfreunde aus ganz Norddeutschland oder auch dem angrenzenden Niederlande in Ankum, um in allerbester Festlaune und für gute Zwecke zu feiern.  Gleichzeitig erreichten die aus dem Fest hervorgehenden Hilfen Jahr für Jahr neue Höchstbeträge.

In diesem Jahr verzeichnete das Ankumer Oktoberfest rund 1300 Gäste, doch damit erklärt sich die nochmals neue Rekordspende nicht, sagte Dückinghaus. Das Ankumer Oktoberfest werde heute von vielen Unterstützern, Helfern und Unternehmen vor Ort mitgetragen und man setzt in Ankum viel Vertrauen in das ehrenamtliche Engagement des Oktoberfestclubs. „Ohne die begleitende, selbstlose Unterstützung gerade der Unternehmen, könnten wir heute nicht mit einem solch hohen Betrag helfen“, und es läge dem Club sehr am Herzen, dass die große Unterstützung im Umfeld der Oktoberfestgaudi nicht ungesagt bleibt.  Übrigens hätte noch dazu die in diesem Jahr eine Woche zuvor im Oktoberfestzelt veranstaltete Ankumer Gewerbeschau zum Erfolg beigetragen.

Die mit dem Oktoberfest verbundene Hilfe soll stets mit den Menschen in Ankum und in der näheren Region verbunden bleiben.  So werden in diesem Jahr jeweils 3000 Euro an die Familie Schwietert, an den SPES VIVA e.V.  in Ostercappeln und an den Reit- und Fahrverein Ankum gegeben.

Horst Müller, der von Claudia Wingerberg begleitet die Unterstützung für den RuF Ankum entgegen nahm, ergriff nach der Vergabe der Spenden zuerst das Wort. Er dankte dem Club für die Hilfe und beschrieb die große Herausforderung, die dem Verein aus dem aktuell verwirklichten Neubau der Reithalle entstehen. Das bereits überwiesene Geld helfe, trotz der Großaufgabe für den Verein, Angebote, wie das Reiten für Behinderte, unverändert aufrecht zu erhalten.

Die Geschäftsführerin des Vereins Spes Vita, Sandra Kötter freute sich sehr darüber, mit der Arbeit des Vereins auf die Liste der Spendenempfänger geraten zu sein. Dieses geschah, nachdem ein Mitglied des HFC aus traurigem Anlass die Hilfe des Vereins kennen lernte und sich dann sehr dankbar für eine Unterstützung der Arbeit für schwerst erkrankte Menschen und Sterbende einsetzte. Eine ausführliche Darstellung der Leitbilder, Ziele und Aufgabe des SPES VIVA e.V.  bietet die Homepage. (Hier klicken.)

„Das ist für uns ein gewaltiger Schritt“, sagte Thorsten Schwietert. Gemeinsam mit seiner aus Ankum stammenden Gattin Katja kämpft er seit September für eine Delphin-Therapie für den kleinen Miro, der wegen seiner Behinderung nur sehr schwer mit Anderen kommunizieren kann. Die Therapie könnte es schaffen, dass Miro erstmals in seinem noch so kleinen Leben, eigene Gefühle und Wünsche mitteilen kann.  Jetzt endlich lässt sich auch ein Termin denken: Im Juni kommenden Jahres wird Miro in der Türkei gemeinsam mit Therapeuten und Delphinen schwimmen und eine gänzlich neue Wirklichkeit erleben.  Was danach kommt, wie es dann werden wird, wie Miro daraus neue Chancen hat, weiß man nicht.

Miro hätte diese Chance aber nicht ohne den Festclub, ohne die selbstlos gebenden Spender,  ohne die 1300 Oktoberfestgäste im Jahr 2013. Am Gabentisch heute im Golfrestaurant kamen alle nochmals zusammen, auch wenn sie nicht  allesamt vor Ort waren.