Ankum-Online.de am 15.12.11

Oktoberfest-Spendenrekord: 5.000 Euro für Delphin-Therapie und Solarlampen in Äthiopien

Hilfe des HFC bleibt eng mit dem Einsatz oder den Sorgen der Ankumer verbunden

Ankum. Für den Ankumer HFC - dem Hartlager Fan Club -  wurde das Jahr 2011 nicht nur zum Jubiläumsjahr, es wurde auch das Jahr neuer Rekorde. Zuerst stemmte der gerade einmal 16 Leut´ starke Club ein Ankumer Oktoberfest, das alle bisherigen Grenzen sprengte, dann wurde am jüngst vergangenen Sonntag auch noch ein neuer Spendenrekord offiziell.

Ankumer Oktoberfestspende 2011

"Feiern für einen guten Zweck", das war die Idee des Ankumer Oktoberfestes von Beginn an. Gestartet wurde vor 5 Jahren im Landhotel Schmidt, dann war das Gasthaus Düker über Jahre hinweg ein gutes und willkommenes Quartier, in diesem Jahr aber musste das stetig wachsende Fest mit der einzigartigen Gaudi bayerischen  Art  unabdingbar raus ins Zelt.  Auf 1000 Quadratmetern vergnüngten sich mehr als 1000 Gäste in Dirndln oder Lederhosen, schon wenige Minuten nach dem Fass-Anstich stand das Volk im Zelt  "kopf", mit dem Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle und den Bayern-Stürmern ging es ab in eine lange, wild rauschende, blau-weiße Nacht.

Den beachtlichen Erfolg dieses Festes gab der HFC-Ankum nun aber in wohlbedachter Ruhe und während einer Frühstückstafel im Hotel Raming weiter. Mit dem Betrag von 5.000 Euro erreichte das Ankumer Oktoberfest 2011 einen neuen Spendenrekord, zusammengesetzt aus den Beiträgen vieler Sponsoren und dem reinen Festerlös. Wie stets, bleibt die damit verbundene Hilfe eng mit dem Einsatz oder den Sorgen der Menschen in Ankum verbunden.

Ankumer Oktoberfestspende 2011 

Mit 2.500 Euro unterstützt der HFC die Afrika-Hilfe der Organisation "Humedica", die derzeit vor allem im Süden Äthiopiens dringend erforderlich ist.  In ihren Urlaubszeiten setzt sich die Ankumer Ärztin Dr. Mechthild Wortmann gerade für diese  Hilfe in Afrika ein, vor wenigen Wochen arbeitete sie noch als Medizinerin in einem der dortigen Flüchtlingslager.  Dort, wo die Menschen im Dunkel der Nacht und auf dem Weg zur rund 1000 Meter entfernten Toilette oft Unfälle erleiden, helfen schon kleine Solarlampen.

Diese wurden dank der Spende nun angeschafft und verteilt, sind zu einer Hilfe geworden, deren Bedeutung hier in Deutschland nicht immer nachvollziehbar ist. Aber gerade in der Nacht erleiden die ohnehin in ärgster Armut lebenden Menschen damit nun weniger durchaus schwere Verletzungen.  "Das ist einfach wunderbar", sagte Mechthild Wortmann und hielt begeistert den symbolischen Scheck mit den vielen Unterschriften der HFC-Mitglieder in die Höhe.

 Ankumer Oktoberfestspende 2011

Die zweite Hälfte der Ankumer Oktoberfestspende hilft für noch lange Zeit dem Ankumer Mädchen Sarah, welches zwar schon von der Delphin-Therapie im Dolphintherapy and Research Center Curacao (CDTC) zurückkehrte, aber noch längst nicht alle Eindrücke und Erlebnisse der Therapie mit dem Delphin Li-Na verarbeiteten konnte.

Das gehört dazu, denn schon nach zwei Wochen sind die Kinder voll mit allen diesen tollen Erfahrungen, schilderte die Mutter mit einem von Herzen kommenden Dank. Die Nacharbeit leisten nun die Therapeuten hier vor Ort, die viele Hinweise zur weiteren Therapie erhalten haben. Ohne die Hilfe der Oktoberfestspende wäre die Delphin-Therapie für Sarah nicht möglich geworden.