1500 Ankumer tanzen beim Oktoberfest auf den Tischen

Weiß-blaue Partynacht

Ankum. Schon Wochen vorher war das elfte Ankumer Oktoberfest restlos ausverkauft, und so war das riesige Zelt auf dem Ankumer Neuen Marktplatz am Samstag dann auch mit 1500 Besuchern voll besetzt.

 

Die 16 Mitglieder des Ankumer Oktoberfestclubs hatten auch im elften Jahr wieder richtig was auf die Beine gestellt und mit den „Hüttenstürmern“ aus Hollenstede eine Band verpflichtet, die von Beginn an die Stimmung im Zelt von Festwirt Beckmann hochkochen ließ.

Doch erst einmal begrüßte Theo Dückinghaus vom Oktoberfestclub die Gäste aus Belgien, den Niederlanden, Polen und Bayern und natürlich alle Feierfreudigen aus Ankum und Umgebung, die nahezu alle in Dirndl und Lederhosen gekleidet waren.

Als Ankums stellvertretender Bürgermeister, Klaus Menke, gekonnt mit wenigen kurzen Hammerschlägen das Bierfass angeschlagen hatte, kein Tropfen daneben ging, und lauthals das „O’zapft is!“ durch das Festzelt schallte, da ging die Party richtig los und die ersten Gäste standen auf den Bänken. Danach hatten die „Biermaderln“ im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun, um die durstigen Gäste mit randvollen Maßkrügen zu versorgen. Bestens versorgt auch mit dem Catering von Fleischwaren und Partyservice von Höne, die Brezeln gingen weg wie warme Semmeln, so stand der großen Sause nun nichts mehr im Wege.

Die „Hüttenstürmer“ mit den Sängerinnen Diana und Kiki zogen alle Register der stimmungsvollen Unterhaltungsmusik, ihr Leiter Markus Ratermann mischte sich immer wieder unters feiernde Volk und heizte mit kernigen Sprüchen die Stimmung weiter an. Das Bier floß in Strömen, und schon bald standen die ersten nicht nur auf den Bänken, sondern tanzten auf den Tischen. Wieder einmal wurde das Ankumer Oktoberfest, das älteste und größte der Region zu einem großen Erfolg, denn die Stimmung ließ bis tief in die Nacht hinein nicht nach.

So ist abzusehen, dass der Oktoberfestclub auch in diesem Jahr wieder mit einem schönen Überschuss rechnen kann, den er wie jedes Jahr an soziale Zwecke weitergibt. Diesmal soll das Geld an das Projekt „Traumfänger“ vom Verein Regenbogen gehen, die Paul-Moor-Schule soll einen Betrag erhalten, damit benachteiligte Kinder an den „Special Oympics“ teilnehmen können, und auch die Tafel in Bersenbrück wird nicht vergessen, denn inzwischen sind es nahezu 500 Mitbürger, die es nötig haben dort versorgt zu werden. Wie viel es jeweils gibt, das entscheidet sich traditionell kurz vor Weihnachten, wenn der Oktoberfestclub Kassensturz gemacht hat.

Artikel: Burkhard Dräger (Neue Osnabrücker Zeitung - NOZ) / Bilder: Burkhard Dräger