Oktoberfestfrühschoppen: Katerstimmung kennt Ankum nicht

Ankum. Nach der Pflicht kommt die Kür: Am Morgen nach dem Oktoberfest gibt es in Ankum keine Katerstimmung, sondern einen zünftigen . Zum „Zehnjährigen“ des Oktoberfestes sorgten zum ersten Mal die „Bayern Stürmer“ für Stimmung im Festzelt.

Weil die Gästezahlen rapide stiegen, kam vor einigen Jahren der Frühschoppen nach dem Ankumer Oktoberfestabend dazu. Den feierten in diesem Jahr gut 450 Gäste mit den Organisatoren vom Ankumer Oktoberfestclub (AOC) um den Vorsitzenden Theo Dückinghaus.

Der begrüßte zuerst die Musiker des Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle, die als Stammgäste auf beiden Ankumer Bayernfeten erstaunlich viel musikalische Kondition zeigen. Außerdem dankte er allen Sponsoren und Helfern, die das Oktoberfest über die Jahre zu dem gemacht hätten, was es heute sei. „Vor allen Dingen bedanken wir uns bei Euch, bei unseren Gästen. Ohne euch gäbe es kein Oktoberfest und ohne euch hätten wir nicht so viele karitative Zwecke unterstützen können“, sagte Dückinghaus.

Über 42000 Euro seien in den letzten neun Jahren bereits gespendet worden und im Jubiläumsjahr hofft der AOC die 50000 Euro-Marke knacken zu können. Wohin das Geld gehen soll, ist auch schon klar: der Kommunale Kindergarten Kattenboll, das DRK-Altenpflegeheim Henry Dunant, das Kinderhaus Kunterbunt und die Fahrradwerkstatt „Fahrradexpress“ – ein gemeinsames Projekt von Heilpädagogischer Hilfe Bersenbrück und Paul-Moor-Schule in Bersenbrück – sollen profitieren.

Nach Dückinghaus begrüßte auch Hartlager-Dirigent Sascha Wolke die Gäste. Ankums stellvertretendem Bürgermeister Klaus Menke oblag das Amt des Fassanstechers. Mit gezielten Schlägen ging er an die Arbeit und das Bier lief.

Menke bedankte sich beim AOC für seine tollen Veranstaltungen und die gemeinnützigen Spenden. Mitgebracht hatte er einen Blumenstrauß für Mitorganisator Stefan „Fiedel“ Kempe. Der hatte zum Jubiläum das Lied „Vielen Dank für die Blumen“ zum Ankumer Oktoberfestschlager umgetextet und trug ihn mit AOC-Unterstützung zur Gaudi des Publikums vor.

Dann ging es aber endlich los mit den Hartlagern, deren musikalischer Funke schnell auf die Gäste übersprang. Es wurde geschunkelt und mitgesungen, in bayrischer Tracht oder in norddeutsch-zivil. Nach den Hartlagern starteten die Bayern Stürmer furios. Sie schickten drei Musiker auf die Tische, heizten die Stimmung an mit flotten Sprüchen und kleinen Tanzeinlagen.

Auch zum Frühschoppen hatte der AOC eine Tombola organisiert. Der erste Preis, ein Gutschein der Firma Höffmann Reisen über 500 Euro, ging an Michael Goda. Michaela Behnke freute sich über einen Fernseher und Julia Trautmann nahm als dritten Preis einen Musical-Gutschein über 200 Euro in Empfang.

Artikel: Anita Lennartz (Neue Osnabrücker Zeitung - NOZ) / Bilder: Anita Lennartz