Ankum.info am 27. Oktober 2014

Ein gutes Stück Ankum: Das Ankumer Oktoberfest - Ausgabe Acht

Rund 1.400 Gäste genossen ausgelassen die weiß-blaue Gaudi im Mega-Festzelt

Ankum. Punkt 19:30 Uhr am Samstagabend verdunkelte sich das riesig anmutende Festzelt auf dem Ankumer Marktplatz, ein Raunen ging durch das bunte Volk der Gäste, dann rollten tuckernde Lichter von hinten heran: Ankums Oktoberfestclub ist jetzt mobil, hat ein „Oktomobil“ und auch in diesem Jahr wieder ein Oktoberfest auf die Beine gestellt, welches von Jahr zu Jahr mehr seine Einzigartigkeit unterstreicht. Stetig neue Rekorde gehören zum Markenzeichen des Ankumer Oktoberfestes ebenso sicher, wie das Fest zum Dorf.

  • Schau mal, was da kommt: Jetzt verfügt der Ankumer Oktoberfestclub auch über ein Oktomobil!

Minuten später stand zu vermuten, dass auf dem Biohof des Ankumer Bürgermeisters irgendwo ein zerlittenes Übungsfass verborgen steht, denn wie mit täglicher Routine trieb Detert Brummer-Bange mit nur einem Schlag den Zapfhahn ins Paulaner Rund. Das mag auch Bersenbrücks Bürgermeister Christian Klütsch beeindruckt haben, als honoriger Gast wurde er mit viel Applaus herzlich und freundschaftlich begrüßt.

  • Willkommensgruß vom Zeltdach zum hoch verehrten Besuchervolk: Ankums Bürgermeister und Thomas Oeverhaus fühlemn sich wohl im Oktoberfesthimmel

Als überaus „oktomobil“ erwiesen sich auch in diesem Jahr wieder viele Gäste, die oft einen arg langen Weg zur weiß-blauen Ankumer Gaudi unternommen hatten. Aus Bremen, Oldenburg oder Papenburg, ohnehin vielfach aus dem Emsland, aus Bad Homburg, Vechta und Osnabrück waren Leute in den hiesigen Erholungsort eingekehrt. Wie selbstverständlich auch aus Gehrden bei Hannover, denn die Feuerwehrleute aus jenem 15.000 Einwohner Städtchen sind längst schon Ankumer ehrenhalber und nicht mehr vom Ankumer Oktoberfest weg zu denken.

  • Sie wissen, wie man ein Oktoberfestzelt ins Beben bringt: Die "Hüttenstürmer" in neuer Besetzung (hier nicht komplett zu sehen)

Mit einem Lift hoben sich der Bürgermeister und Oktoberfest-Aktivist Thomas Oeverhaus sogleich dem im Wechsel des Scheinwerferlichts flackernden Zeltdach entgegen, um die rund 1.400 Gäste (wieder ein Rekord) angemessen zu begrüßen und eine bemerkenswerte, frohe Kunde unters Volk zu bringen: In diesem Jahr wird die 30.000 Euro Schallmauer der Spendengelder geknackt, 26.322,22 Euro hatte der Oktoberfestclub in den vergangenen Jahren bereits für gute Zwecke eingefeiert. Diesjährig werden die noch konkret zu berechnenden Festerlöse an die, von der Ankumer Ärztin Mechthild Wortmann aktiv mitgetragene Hilfsorganisation Humedica, für den Aufbau der Palliativpflege im Ankumer Marienhospital sowie an das außerordentlich engagierte Ankumer Zeltlager-Team für das alljährliche Zeltlager vergeben.

  • Muss man live erleben: Ankumer Oktoberfeststimmung!

Muss man live erleben: Ankumer Oktoberfeststimmung! 
Muss man live erleben: Ankumer Oktoberfeststimmung!

Nach Verkündung der Offizialien übernahmen die „Hüttenstürmer“ die Festregie. Die in Ankum auch als „Cadillac“ gut bekannte Truppe formatierte sich jüngst neu und bewies in der soeben anlaufende Nacht den Erhalt, wenn nicht sogar den gnadenlosen Ausbau ihrer Könnens in Sachen Party-Trubel. Auf einen Anschub der Laune konnten die Musiker dabei getrost verzichten, denn wie beim Ankumer absolut üblich, war ab sofort eine ausgelassene und quietschfidele Gaudi angesagt. In Nullkommanix standen die Festbesucher wieder schunkelnd und singend auf den Bänken, schwanken auf dem Boden die Tanzbeine, zogen per Polonaise durch die Reihen und machten es eigentlich unmöglich, sich dem ansteckenden Frohsinn zu entziehen. Dass man sich zuvor in bayerische Gewänder kleidete, in traumhaft schöne Dirndl oder knackige Lederhosen, ist in Ankum quasi eine Selbstverständlichkeit, nur wenige reduzieren ihr Fest-Qutfit auf eine passende Seppel-Mütze.

Zum zünftigen Maß Bier gab es wieder allerlei Leckereien aus der Ankumer Landfleischerei von Höne, wie ohnehin in allen Belangen bestens für die Gäste und ein unbeschwertes Vergnügen gesorgt war. Den Oktoberfestclub-Mitgliedern Christoph Athmer und Theo Dückinghaus kommt hierbei besonderes Lob zu, denn sie hatten sich voran der Festorganisation angenommen.

  • Muss man live erleben: Ankumer Oktoberfeststimmung!

Doch auch alle anderen Clubmitglieder waren stets in Dingen Festfreude unterwegs, für das gelungene Rundum und mollige Wärme im Oktoberfestzelt hatte auch in diesem Jahr wieder der Zeltbetrieb Beckmann aus Dinklage Sorge getragen. Nicht zu vergessen sind aber auch die zahlreichen Sponsoren des größten Oktoberfestes in der Region, die dem Feiern für einen guten Zweck verlässlich die Treue halten.

  • Muss man live erleben: Ankumer Oktoberfeststimmung!

Es ist in Schriften bislang nicht belegt, in welcher Stunde das Fest endete. Die Hüttenstürmen ließen sich auch in den Morgenstunden wohl noch zu mancher Zugabe verleiten, manch ein Gast soll vor dem Frühschoppen kaum die Wärme eines Bettes genossen haben. Bis zum Schluss gleichwohl blieb es eine Festnacht ohne Makel, Gaudi mit fidelem Vergnügen pur; ein gutes Stück Ankum eben.

  • Muss man live erleben: Ankumer Oktoberfeststimmung!