Bersenbrücker Kreisblatt am 28.10.2013:

Erlös vom XXL-Oktoberfest:

Spendenschallmauer in Ankum durchbrochen

Ankum. Das Experiment ist voll aufgegangen. Erstmals fand am vergangenen Wochenende ein „zweigeteiltes“ Oktoberfest in Ankum statt. Am Samstagabend amüsierten sich 1.300 Gäste auf der „Oktoberfest-Party“ mit den „Hüttenstürmern“ im Festzelt. Am Sonntagmittag gab es mit dem Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle erstmals einen zünftigen Oktoberfest-Frühschoppen, im eigens dafür umgebauten Zelt (v)erlebten rund 400 Gäste ein paar tolle Stunden mit typischer Blasmusik.

Beim Oktoberfest in Ankum hielt es die Besucher nicht lange auf ihren Plätzen. Foto: Franz Raschke

Beim Oktoberfest in Ankum hielt es die Besucher nicht lange auf ihren Plätzen. (Fotos: Franz Raschke)

Bereits im Vorverkauf war ein riesiger Ansturm auf Eintrittskarten für die Party mit den „Hüttenstürmern“ zu vermelden. Weit vor dem Oktoberfest hieß es seitens der Organisatoren des Ankumer Oktoberfestclubs (Hartlager Fanclub): „Ausverkauft!“ Dass man in Ankum zünftig feiern kann, hat sich rumgesprochen. In diesem Jahr wurden Gäste aus Bottrop, Oberhausen, Gehrden (bei Hannover) und Ostfriesland begrüßt, ebenso Samtgemeindebürgermeister Horst Baier, der sich das größte Oktoberfest im Osnabrücker Nordland nicht entgehen lassen wollte.

Seinem Bürgermeisterkollegen Detert Brummer-Bange war es vorbehalten, mit zwei gezielten Schlägen ein Fass Bier anzustechen, um so das Fest offiziell zu starten. Auch Bersenbrücks neuer Bürgermeister Christian Klütsch war mit von der Partie und von der Stimmung im Zelt begeistert. Die „Hüttenstürmer“ brauchten keine Anlaufzeit, um die Besucher „zum Kochen“ zu bringen. Schon nach zehn Minuten hatten die Vollblutmusiker ihre Gäste zum Feiern auf die Bänke gebracht, und bei dieser ausgelassenen Stimmung blieb es bis zum Festende weit nach Mitternacht.

Die Stimmung im Festzelt war nicht zu übertreffen.

Die Stimmung im Festzelt war nicht zu übertreffen.

Die Sambaschule Olé aus Oldenburg sorgte in einer Zwischenpause für farbenprächtige und weithin hörbare Abwechslung, während die Landfleischerei von Höne die Gäste mit Köstlichkeiten aus der bayerischen Küche verwöhnte.

Der zweite Oktoberfesttag stand dann ganz im Zeichen handgemachter Blasmusik. Zum Oktoberfest-Frühschoppen kam das Schützenmusikkorps aus Hartlage-Lulle nach Ankum, und spielte mit deftigen Märschen, flotte Polkas aber auch deutsche Schlagern so richtig nach dem Geschmack der gut 400 Gäste auf. Die von Dirigent Sascha Wolke angekündigten „Ankumer Domspatzen“ Stefan Kempe, Christoph Athmer und Thomas Oeverhaus bewiesen mit dem stimmgewaltigen „Rosamunde“ und später nochmals Stefan Kempe solo mit seinem „Hartlage-Lied“, dass die Musikstücke der Hartlager auch gesanglich gut begleiten werden können. Beim kleinen Einlagespiel „Biermaß halten am ausgestreckten Arm“ hatte Ankums Ex-Bürgermeister Ferdi Borgmann die längere Ausdauer, zuvor hatte er sehr gekonnt mit nur einem (!) Hammerschlag das Freibierfass angeschlagen.

Beim kurzerhand initiierten Wunschkonzert konnten die Gäste aus verschiedenen Liedern aussuchen, der gute alte Radetzkymarsch durfte dann am Ende von Jürgen Kleine höchstpersönlich dirigiert werden. Die Gäste hielt es dann nicht mehr auf ihren Sitzen, es folgten spontane Tanzeinlagen und fröhliche Polonaisen durch das Festzelt.

Ex-Bürgermeister Borgmann hielt die Maß an längsten am ausgestreckten Arm.

Ex-Bürgermeister Borgmann hielt die Maß an längsten am ausgestreckten Arm.

Ins Schwärmen geriet dabei vor allem eine Handvoll junger Männer aus dem benachbarten Schwagstorf: „Wir haben für den Samstagabend keine Karten mehr bekommen, wollten aber unbedingt das Oktoberfest-Feeling in Ankum erleben. Der Frühschoppen war super, wir kommen im nächsten Jahr ganz sicher wieder!“, war von der gut gelaunten Truppe zu erfahren.

Die Eintrittserlöse und Spenden des mittlerweile 7. Ankumer Oktoberfestes sprengen in diesem Jahr die Schallmauer von 20000 Euro. Der Reit- und Fahrverein Ankum, die Hospizabteilung des St. Raphael-Krankenhauses Ostercappeln sowie die Delfin-Therapie für den kleinen Miro Schwietert werden in diesem Jahr vom Ankumer Oktoberfest profitieren.