Bersenbrücker Kreisblatt am 30.10.12

Aufgebrezelt fürs Ankumer Oktoberfest

1200 Gäste feiern ausgelassen

Bombastische Stimmung herrschte beim 6. Ankumer Oktoberfest.Ankum. So ein Oktoberfest hat Ankum bislang noch nicht gesehen: 1200 Gäste auf dem Festzelt erlebten nach Angaben der Veranstalter eine Party der Superlative. Bis weit nach Mitternacht herrschte im Zelt auf dem Neuen Marktplatz Stimmung, Spaß und gute Laune – gepaart mit toller Musik vom Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle und den „Hüttenstürmern“ (alias „Caddilac“).

Wie in Ankum schon fast Tradition, hatte sich die überwältigende Anzahl der Gäste aufgebrezelt und war im feschen Dirndl oder zünftiger Lederhose erschienen. Hatte es bei der Zeltpremiere im vergangenen Jahr noch den einen oder anderen verbesserungs- würdigen Kritikpunkt gegeben, sorgten die Organisatoren des Hartlager Fanclubs (HFC) aus Ankum für ein tolles Ambiente.

Auch Gehhilfen und Krücken sind noch lange kein Grund, beim weiß-blauen Ankumer Partyevent zu fehlen.Eine Stunde vor dem Eröffnungsmarsch der Hartlager war das Zelt „proppenvoll“ und die Gäste in prächtiger Feierlaune. Thomas Oeverhaus vom HFC wies in seiner Begrüßung auf einige Ehrengäste aus weit entfernten Regionen hin. Schon zum dritten Mal war eine rund 20-köpfige Gruppe von befreundeten Feuerwehrleuten aus Gehrden bei Hannover nach Ankum gereist, aus fast der gleichen Ecke Niedersachsens steuerten zehn Motorradfreunde aus Uetze für ein Wochenende in den Nordkreis. Aus dem Ruhrpott waren Gäste aus Gelsenkirchen und Duisburg mit dabei, international vervollständigte eine Wandergruppe aus dem niederländischen Enschede den bunten Reigen der auswärtigen Gäste.

Gespannt warteten die Gäste auf Ankums Bürgermeister Detert Brummer-Bange, der seine Premiere als offizieller Bierfassanstecher sehr gut hinter sich brachte. Mit einem besonderen Clou wartete dann der HFC auf: Er bat Ankums Bürgermeister auf eine mobile Hebebühne, und unter den Klängen von „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, gespielt von den Hartlagern, „schwebte“ Brummer-Bange, fröhlich mit einer Maß Bier schwenkend, gen Zelthimmel, um den Gästen ein fröhliches „O’zapft is“ zuzurufen.

"Ankumer Domspatzen": Stefan Kempe, Thomas Oeverhaus und Christoph Athmer sangen "Rosamunde".Anschließend stieg die Partystimmung derartig an, dass schon kurze Zeit später das Zelt quasi kopfstand und die Stühle und Tische bestiegen wurden. Hartlager und Hüttenstürmer boten dabei ein tolles, abwechslungsreiches und perfekt aufeinander abgestimmtes Musikprogramm, das die Oktoberfestbesucher schier aus dem Häuschen brachte. Das Bier lief in Strömen, der Schweiß brach bei so manchem Gast aus, denn auch die Tanzfläche war bis zum Ende des Events sprichwörtlich „schwarz von Leuten“. Als Stefan Kempe, Christoph Athmer und Thomas Oeverhaus vom HFC auch noch die Bühne erklommen um – unterstützt von den Hartlagern – stimmgewaltig den Gassenhauer „Rosamunde“ zu schmettern, herrschte endgültig „Party-Alarm“.

Dirigierte mit Temperament: der Ankumer Bürgermeister.Viele der Gäste waren schon in den Vorjahren bei den Ankumer Oktoberfesten dabei gewesen, aber „so toll wie in diesem Jahr war es noch nie“, war oft zu hören. Mit ihrer „Frauenrunde“ aus Alfhausen war Bärbel angereist und von der Stimmung überwältigt. „Ich ärgere mich ein bisschen über mich selbst, dass ich nicht schon früher die Oktoberfeste in Ankum besucht habe“, war von der Mittdreißigerin aus zu erfahren.

„Was hier abgeht, ist schon wirklich der Hammer“, meinte Matthias aus Uetze. Durch Zufall war der Biker im Internet auf das Oktoberfest gestoßen, hatte Kontakt mit dem HFC in Sachen Karten und Hotelübernachtung aufgenommen und zeigte sich absolut begeistert von der freundlichen Aufnahme: „Supernette und entgegen- kommende Leute, eine bombastische Stimmung und alles total friedlich, so was haben wir noch nicht erlebt“, so der Gast aus der Region Hannover.

 „Eigentlich ist die Maxime unseres Motorradclubs: Wir wählen niemals für unsere Abschlussfahrt den gleichen Ort zweimal aus. Ich denke, dass wir diese Regelung im nächsten Jahr brechen werden und wieder zum Oktoberfest nach Ankum kommen“, freute sich der passionierte Motorradfahrer schon auf das nächste Jahr.

Der Erlös aus den Eintrittsgeldern des Oktoberfestes und den vielen Spenden soll auch diesmal einem guten Zweck übergeben werden: Die Frühförderung „Regenbogen“ aus Ankum sowie das Kinderhospiz aus Osnabrück sollen profitieren, so die Veranstalter.