Ankum-Online.de am 07.11.12

Ankumer Oktoberfest 2012:  Ein Meisterstück des HFC !

Größtes Oktoberfest im Nordkreis mit neuen Besucherrekord – Hotels ausgebucht – Stimmung absolut einzigartig – Bürgermeister grandios

Ankum. Nordkreis gib Obacht: In Ankum wurde die Latte für Oktoberfeste nochmals deutlich nach oben verlegt. Mit dem sechsten Ankumer Oktoberfest gelang dem Hartlager Fanclub (HFC) das Meisterstück,  rund 1200 Gäste von nah und fern unterzeichneten bis weit nach Mitternacht mit allerbester Stimmung und ausgelassener Gaudi.

Schon im Vorverkauf spürte der „einzig wahre“ Fanclub des Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle einen beachtlichen Vorschuss der Vorjahresgäste, die im fünften Jahr der Erfolgsgeschichte kleinere technische Mängel bemerkten. Der Stimmung im Jubiläumsjahr taten die „Pannen“ zwar keinerlei Abbruch, doch sie lasteten durchaus schwer auf den Oktoberfestseelen des HFC.  Wie nie zuvor in der Ankumer Oktoberfestgeschichte wurde danach über Monate an allen Festbelangen gefeilt und poliert, selbst noch, als die ersten Vorverkaufsstellen den Ausverkauf meldeten. Man legte nochmals 200 Karten auf und am Tage vor dem Fest war klar:  Mit 1200 vorab verkaufter Karten erreichte man einen neuen Besucherrekord.

Ankumer Oktoberrfest 2012

Ankumer Oktoberrfest 2012Um 17:30 Uhr öffnete sich dann am kühlen Samstagabend das Zeltportal und die ersten Gäste freuten sich über die mollige Wärme unterm sehr weit gespannten Dach. Wie in den Jahren zuvor hatten sich nahezu alle Damen in schmucke wie auch luftige Dirndl gehüllt,  viele Herren gaben unterhalb der knackigen Lederhose den Blick auf stramme Waden frei. Die schützenden Oktoberjacken und -mäntel wurde eiligst an der Garderobe abgelegt, dann ging der Blick bewundernd durch das mit großem Aufwand weiß-blau gestaltete Zelt.
Ankumer Oktoberrfest 2012

Der Zeltbetrieb Beckmann hatte sich gewaltig ins Zeug gelegt und die Techniker eine Bühne gebaut, die selbst aus dem hintersten Winkel noch beachtlich erschien.  Schon weit vor Festbeginn öffnete die bayerische Küche des Betriebs Georg von Höne und zahlreiche Mitarbeiter des Zeltbetriebs sorgten für zugehörige kühle Wohl, während vor dem Zelt noch um die letzten Eintrittskarten „geschachert“ wurde.

Punkt 19 Uhr erhob dann in einer kurz bevor einkehrenden Stille Sascha Wolke den Stab des Dirigenten und das unverzichtbar zum Ankumer Oktoberfest gehörigen Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle spielte einen zeltfüllenden Marsch, der auch letzte Gäste eiligst zu den Tischen trieb.

Gleich darauf ergriff Thomas Oeverhaus das Wort und begrüßte namentlich für den HFC die direkt ausnahmslos in bayerischer Tracht erschienen Gäste, vornehmlich aber die aus größere Ferne zum Ankumer Oktoberfest gereisten Festbesucher. Schon zum dritten Mal waren die Feuerwehrkameraden aus Gehrden bei Hannover angereist, dazu gesellten sich nun erstmals Motorradfreunde aus Uetze.  Andere Besucher kamen aus Duisburg in den hiesigen Erholungsort, Ankums Schalker Marius Berling brachte Gäste aus Gelsenkirchen mit ins idyllische Ankum. Oktoberfestfreunde aus dem niederländischen Enschede sorgten sogar für eine internationale Beachtung des norddeutsch-bayerischen Gaudi-Festivals.

Ankumer Oktoberrfest 2012

Selbst ein Gerätewagen der Ankumer Feuerwehr soll mit Pumpen jenseits des Zeltes gewartet haben, als dann der obligatorische Fassanstich anstand. Denn allzu viel der Hopfenpracht ging in den letzten Jahren beim Anstich gnadenlos verloren.  Mit allerlei Instruktionen versorgten „Experten“ nun Ankums neuen Bürgermeister, auf das sich die Verschwendung nicht wiederhole.
Ankumer Oktoberrfest 2012Ankumer Oktoberrfest 2012

Doch dann die Überraschung:  Mit nur vier Schlägen richtete der gebürtige Ostfriese Detert Brummer-Bange den Hahn ins Fass und stieg Minuten später mit Thomas Oeverhaus via Hubsteiger dem Zeltdach entgegen, um die zahllos wirkenden Gäste auch im Namen der Gemeinde Ankum sehr herzlich zum Fest zu begrüßen. Fast bis zur letzten Stunde feierte der Bürgermeister sogleich überaus humorvoll und vergnüglich mit, ließ kaum einen Tanz mit den Gästen aus und übernahm gemäß Ankumer Oktoberfest-Tradition zu späterer Stunde auch gern den Stab des Dirigenten vor dem wieder gewaltig aufspielenden Schützenmusikkorps.

20:30 Uhr war es erst,  als sich kaum beobachtet 3 Mitglieder des ausrichtenden HFC  am Bühnenrand versammelten und ebenso erstaunt wie zufrieden ins Zelt schauten. Noch längst nicht kam das Fest zum Höhepunkt, doch jetzt bereits standen unzählige Besucher auf Bänken und Tischen oder feierten tanzend am Bühnenrand noch ausgelassener als in den Jahren zuvor. Erste Polonaisen zogen durchs Zelt...

Schwieg unterdessen  der einzigartige Bigband-Sound der musikalischen Schützen aus Hartlage-Lulle, so traten sogleich die Hüttenstürmer auf die Bühne und trugen die Begeisterung fort. Die Band, die seit kurzer Zeit von Oktoberfest zu Oktoberfest zieht und grandiose Erfolge feiert, in Ankum kennt man sie auch als „Cadillac“, trumpfte überaus bayerisch auf und ließ kaum einen Gassenhauer aus. Im ständigen Wechsel mit den Hartlagern entstanden somit kaum Pausen im Stimmungshoch und mit fortschreitenden Nacht verlor sich jede Aussicht auf ein Ende.

Ankumer Oktoberrfest 2012

Enorm waren auch wieder die meist sehr spontan wirkenden Einlagen der HFC-Mitglieder, die sich immer wieder ins Geschehen mischten und wahre Beifallsstürme auslösten. Bayerisch-radikal war schon für sich allein das stimmgewaltige „Rosamunde“ von Stefan Kempe, Christoph Athmer und Thomas Oeverhaus, dazu kamen Tanzeinlagen und natürlich die „Original-Kempe'sche Hartlager- Hymne“.

Irgendwann vor dem oktoberlichen Morgengrauen soll sich das Fest langsam „verloren“ haben, doch der Autor dieser Zeilen schlich sich schon kurz vor Mitternacht leise weg. Mit einem Lebkuchenherz „Ankumer Oktoberfest“ und dem Eindruck, das wohl gewaltigste und schönste Oktoberfest miterlebt zu haben. Nordkreis gib Obacht: Im nächsten Jahr machen die neuen Meister weiter.