Bersenbrücker Kreisblatt am 24.10.11

1000 Besucher feiern im Festzelt

Allerbeste Stimmung beim Ankumer Oktoberfest

ANKUM. So feiern die Ankumer im Oktober: Das wegen des fünfjährigen Bestehens erstmals in einem Festzelt gefeierte Musikevent des Hartlager Fanklubs Ankum (HFC) erwies sich als Partyhammer. Zwei Stunden vor dem eigentlichen Start des Oktoberfestes begehrten Besucher Einlass in das Zelt auf dem Neuen Marktplatz. Weit vor dem Start mit dem symbolischen Fassanstich durch Bürgermeister Ferdi Borgmann waren bis auf ein paar wenige Ausnahmen alle 1000 Sitzplätze bereits belegt.
In Feierlaune präsentierten sich Musiker und Gäste. (Foto: Thomas Oeverhaus)Ein tolles Bild bot nicht nur das komplett in Weiß-Blau geschmückte Festzelt, sondern vor allem auch die stilechte bayerische Kleidung der Gäste sorgte für ein tolles Ambiente. Schätzungsweise 95 Prozent der Gäste waren entweder mit Trachtenlederhose oder im feschen Dirndl erschienen.

Auch das Alter der Oktoberfest-Fans war ein toller Mix, denn Jung und Alt, Einheimische wie Gäste feierten ausgelassen gemeinsam einen tollen Partyabend.

Der war allerdings zu Beginn mit der einen und anderen technischen Panne behaftet: Die Tücken der Technik spielten bedauerlicherweise den Mikrofonen einen Streich, im hinteren Teil des Zeltes kam daher die Musik zunächst „etwas dünn“ rüber. Doch die in Ankum beliebten Musiker des Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle und die ebenfalls engagierten „Bayern- Stürmer“ sorgten abwechselnd dafür, dass das Zelt rasch mit Musik und guter Stimmung „befüllt“ wurde.
Riesen-Gaudi: Dieser Musiker saß auf dem Tisch und spielte zur Freude der Besucher mit dem großen Zeh auf seiner Posaune. Foto: Thomas OeverhausMal gab es von den Hartlagern eine flotte Polka, mal einen zünftigen Marsch, dann ein Schlager-Medley, bevor die „Bayern-Stürmer“ ihren Teil zu der tollen Partystimmung beitrugen. Die Musiker aus den Harzer Bergen boten nicht nur Musik, sondern auch eine mitreißende Show. Wann sieht man schon, dass ein Musiker die „Hin-und-her-Trompete“, wie Band-Chef Kai Phillips die Posaune seines Kollegen nannte, auf einem Tisch hockend mit dem großen Zeh zur Riesengaudi der Gäste bespielte?

Zwei besondere Ehrungen wurden dem demnächst aus dem Amt scheidenden Bürgermeister Ferdinand Borgmann zuteil.

Dirigent Sascha Wolke bat Borgmann zum Abschied von seinem politischen Amt auf die Bühne, um das vielköpfige Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle unter riesigem Applaus der 1000 Gäste zu dirigieren. Aus den Händen des HFC erhielt der noch amtierende Ankumer Ratschef eine große Urkunde, die ihn zum „Ehren-Oktoberfest-Bierfassanstecher“ ernannte und große Anerkennung für die in den vergangenen Jahren gezeigte „Anstoßtechnik“ des Bürgermeisters aussprach.

Es dauerte nur eine kurze Zeit, da herrschte schon kurz nach dem Start die ansteckend-fröhliche Stimmung der Oktoberfeste der vergangenen Jahre. Die erstmals eingerichtete Tanzfläche war bis zum Ende des Festes „schwarz“ vor Tanzwütigen, und immer wieder schoben sich lange Menschenmengen in fröhlichen Polonaisen durch das Festzelt.

Die weiteste Anreise hatten erneut die befreundeten Feuerwehrleute aus Gehrden bei Hannover. Die erklärten „Ankum-Fans“ aus Ostniedersachsen zeigten sich auch diesmal wieder von ihrer allerbesten Seite und gaben bei vielen „Mitmachaktionen“ auf dem Oktoberfest den „Startschuss“. Viele Gäste aus den umliegenden Orten wie Bersenbrück, Alfhausen, Eggermühlen, Bramsche, Bippen, Fürstenau, Merzen oder dem emsländischen Dohren waren erstmals mit dabei und nutzten die Gelegenheit, aufgrund der Verlegung des Festes vom Saal auf das Zelt diesmal eine der begehrten Einlasstickets zu ergattern.

Das Kellnerteam des Dinklager Zeltbetriebs Beckmann hatte bis spät in die Nacht keinerlei Verschnaufpause, um die in Feierlaune befindlichen Gäste mit kühlen Getränken aus dem Freistaat Bayern zu versorgen. Auch die lukullische Verpflegung der (feier-)hungrigen Gäste kam nicht zu kurz. Georg von Höne und das eingespielte Mitarbeiterteam seines Party-Service sorgten in vorzüglicher Weise mit ausgesuchten bayerischen Speisen für das passende „essenstechnische Ambiente“, welches bei den Gästen sehr gut ankam.

Bis weit nach Mitternacht war das Festzelt in der Hand der Oktoberfest-Gäste, die mit ihrem Erscheinen gleichzeitig auch noch einen guten Zweck unterstützten. Laut Auskunft des HFC werden der Erlös aus dem Eintrittskartenverkauf – wie schon bei den vergangenen Oktoberfesten in Ankum – sowie zahlreiche Spenden komplett für einen guten Zweck gespendet.