Ankum-Online.de berichtete am 26.10.09

Der Ankumer Dreisprung in eine absolut einmalige Oktoberfest-Tradition

Die „Hartlager“ und die HFC-Entertainer begeisterten im komplett gefüllten Saal des Gasthauses Düker

Ankum.  Samstagabend, etwa 20:00 Uhr. Im prall gefüllten Saal des Gasthauses Düker in Ankum erlosch das Licht. Stille kehrte ein, bis aus einem Megaphon „polizeiliche“ Warnungen laut wurden.  Es sei wie im Vorjahr mit Explosionen zu rechnen, man möge aber bitte trotzdem Ruhe bewahren.  Ein Rat, der nicht half. Bereits Sekunden später zündete mit dem Aufspielen des Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle die erste Stimmungsgranate.
Heinz Sandbrink, Ankums stellvertretender Bürgermeister, übte sich erstmalig aber weitgehend gekonnt im Fassanstich. "Bemerkenswert, dass dieses Fest seit Jahren stets einem guten Zweck dient"

Womöglich war hierbei auch die besonders explosive exklusive bayerische Atmosphäre im Saal für die schnell auftretende Bombenstimmung verantwortlich. Weitaus mehr Gäste als noch im vergangenen zweiten Oktoberfestjahr hatten sich getreu des Festmottos in ein bayerisches Gewand gehüllt, herrlich schöne Dirndl und Lederhosen gab es allenthalben an den Tischen, und weiß-blaue Fahnen kündeten vom versprochenen Original Paulaner-Bier, womit natürlich auch wieder ein anständiger Fassanstich erforderlich wurde.

Diesen Anstich des Originalfasses aus München absolvierte erstmalig und weitgehend gekonnt Heinz Sandbrink, als stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Ankum. Nicht ohne zuvor auch auf die mittlerweile schon beträchtliche Bedeutung des Ankumer Oktoberfestes zu verweisen, dessen Erlös stets gemeinnützigen Zwecken zuteil wird. In diesem Jahr werden die Gewinne dem Spendentopf zur Kirchturmsanierung und der Ankumer Selbsthilfegruppe „Stebke“ zufließen.

Herrlich schöne Dirndl und Lederhosen gab es allenthalben an den Tischen und Bänken zu bestaunen. Ankum gab sich im bestem Sinne ausgelassen feiernd bayerisch.Jenen kaum 20-minütigen und doch unverzichtbaren Formalitäten folgte alsgleich dann  jenes gaudireiche Zusammenspiel zwischen dem 40-köpfigen  Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle und den Entertainern des Hartlager Fanclubs Ankum (HFC),welches die Einmaligkeit des Ankumer Oktoberfestes auszeichnet und von den deutlich über 400 Gäste wieder gespannt erwartet und im besten Sinne ausgelassen gefeiert wurde.
Die HFC-Entertainer Thomas Oeverhaus und Stefan Kempe verkündeten kurz vor dem frenetischen Applaus: "Der Kuls ist da"
Geht nicht anders: Ohne "Hajo" Kuhls und dem grandiosen Sch?tzenmusikkorps Hartlage-Lulle wäre das Ankumer Oktoberfest undenkbar.Mit dem in Ankum nur zu gut bekannten Big-Band-Sound der „Hartlager“ trieb dessen Dirigent Hans-Joachim Kuls wieder Jung und Alt ins Schunkeln, oder begeisternd applaudierend stehend auf die Sitzbänke. Eins ums andere Mal schob das Schützenmusikkorps das vielseits bekannte „Oktoberfest-Volkslied“ an und forderte zur Präsentation des Bierkruges.
In den ersten Zwischenzeiten dieses Konzertes begeisterten zudem die HFC-Mitglieder als Initiatoren der Festidee mit humorvollen oder bereits kultigen Gesangsbeiträgen. Dabei allen voran Thomas Oeverhaus und Stefan Kempe, die in einem absolut bemerkenswerten gemeinsamen Vortrag ein Lied von Romina und Al Bano Power neu interpretierten. „Der Kuls ist da“, hieß es nun unter dem frenetischen Applaus der Gäste, für die die plötzlich entstandene geringe Körpergröße des Thomas Oeverhaus gewiss verwunderlich gewesen sein dürften.

Die HFC-Entertainer Thomas Oeverhaus und Stefan Kempe verkündeten kurz vor dem frenetischen Applaus: "Der Kuls ist da"Natürlich durfte aber auch „Fidels“ - Eigenkomposition, die Hymne auf die „Hartlager“, welche bereits das Ankumer Schützenfestzelt erbeben ließ, an diesem Abend nicht fehlen. Nach Kempe's Solo ertönte das Lied noch einige Male im Festsaal des Oktoberfestes, auch wenn dem Hartlager-Chef  „Hajo“ Kuls eine gewisse Zeile „nicht gefiel“. Denn mithin besitzt diese Hymne auf das Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle  in Ankum schon längst Kultcharakter.

Zum Ausklang des Oktoberfest-Konzertes der „Hartlager“ übernahm Hermann Lünnemann als bisheriger Sekretär des Ankumer Schützenvereins den Dirigentenstab und überbrachte damit  den Dank des Schützenvereins an dessen nun ausscheidenden Vorstandsmitglieder ebenso, wie die Bekundung der engen Verbundenheit zwischen dem Ankumer Schützenverein und dem Schützenmusikkorps aus Hartlage-Lulle.

Diesem Beispiel folgend, stellten sich danach und je verknüpft mit einer Spende für den guten Zweck,  noch manche Herren dirigierend vor die Musiker des Korps, welches in Ankum praktisch an zweiter Stelle beheimatet ist. Etwa um 00:30 Uhr und nach einigen „erzwungenen“ Zugaben der „Hartlager“ führten dann gleich 3 DJs weiter in die verbliebene Ankumer Oktoberfestnacht., die längst noch nicht enden sollte.
 Die „Hartlager“ und die HFC-Entertainer begeisterten im komplett gefüllten Saal des Gasthauses DükerAbschließend gesagt stimmt es übrigens nicht, was Thomas Oeverhaus als einer der führenden Initiatoren der Ankumer Oktoberfestidee zur Eröffnung sagte. Nicht alles, was in Ankum mehr als zweimal stattfindet, ist auch schon Tradition.

Diese grandiose Oktoberfestidee des Hartlager-Fan-Clubs hat es aber dennoch geschafft. Mit einem Dreisprung durch die Oktoberfestjahre, mit einem tollen Festmix, mit den unverwechselbaren „Hartlagern“,  und rundum die Herzen der Ankumer genau treffend. Was bleibt,  ist nun das Warten auf das vierte Jahr. Also auch das Bewahren der Ruhe vor der nächsten Explosion.